Behandlungsmöglichkeiten für den Meniskus

Bei einem geschädigten oder verletzten Meniskus gibt es im Wesentlichen 4 Behandlungsoptionen:

1. Meniskusreparatur

Das gerissene Gewebe wird chirurgisch wieder an den Meniskuskörper angenäht. Ziel hierbei ist die Ausheilung des reparierten Gewebes. Das Prinzip ist ähnlich wie bei anderen Operationsnähten.

Durch die besondere Anatomie des Meniskus ist diese Methode laut der veröffentlichten Fachliteratur jedoch nur bei etwa 20 % aller Rissverletzungen möglich.

2. Partielle Meniskektomie

Wenn ein Vernähen des Gewebes nicht möglich ist, muss der geschädigte Teil des Meniskus chirurgisch entfernt werden (partielle Meniskektomie). Die dabei entstehende Lücke führt zu einer biomechanischen Instabilität des Kniegelenks, was später zusätzliche Schmerzen bzw. eine Gelenkdegeneration verursachen kann.

3. Meniskus-Gerüst

Zur Vermeidung einer weiteren Degeneration des Kniegelenks nach einer partiellen Meniskektomie wurden Meniskus-Gerüste wie Actifit® entwickelt.

Das gerüstartige Gewebe ist für irreparable partielle Meniskusrupturen vorgesehen. Es ist biologisch verträglich und biologisch resorbierbar. Das Gerüst wird arthroskopisch in die vaskuläre Zone des Meniskusdefekts implantiert.

Das neue biologisch verträgliche Gerüst hat eine wabenartige Struktur, die rasch von Blutgefäßen durchwachsen werden kann, um die Bildung von neuem, meniskusartigem Gewebe im Inneren des Gerüsts zu fördern.

In den nachfolgenden 5 bis 6 Jahren baut sich das Gerüst dann nach und nach sehr langsam ab. Übrig bleibt schließlich das regenerierte meniskusartige Gewebe.

4. Spender – Meniskus (Meniskus – Allograft

Wenn der Meniskus nicht repariert werden kann, komplett gerissen ist und kein intakter Meniskusrand mehr vorhanden ist, ist die einzige Option für den Patienten, den Meniskus zu entfernen und durch einen Spender-Meniskus ersetzen zu lassen.

Ein Spender- Meniskus ist ein von einem Organspender stammender Komplettersatz.